27.01.2016

Geissler Bad & Dach gewinnt den Sanierungspreis 2015

Geissler Bad & Dach erhielt den Sanierungspreis 2015 in der Kategorie Metall. Der Handwerksbetrieb wurde für seine außerordentliche Sanierungsarbeit der Fassade am Gebäude 411 des KIT-Campus Karlsruhe geehrt. Reiner Geissler und sein Team realisierten in enger Zusammenarbeit mit dem Architekten Günter Nagel eine moderne Fassade, die das Gebäude optisch und energetisch aufwertet.

Gebäude 411 des KIT

Das Karlsruher Institut für Technologie, kurz KIT, besteht aus dem Forschungszentrum Karlsruhe und der Universität Karlsruhe und gehört zu den weltweit größten Forschungs- und Bildungseinrichtungen. Im Gebäude 411 forscht eines der Institute im Bereich Messtechnik. Das Gebäude wurde 1976 als Stahlskelettbau mit einer nur 60 mm starken Sandwichpaneelfassade errichtet und seither nicht mehr saniert. Die Nutzungsbedingungen des Gebäudes veränderten sich im Laufe der Jahre stark, die Installation weiterer technischer Anlagen sowie die Entfernung veralteter Anlagen wurden durchgeführt und die Paneele somit beschädigt. Nicht nur ein mangelnder Wärme- und Schallschutz, auch die mittlerweile unschöne optische Erscheinung veranlassten das KIT zur Sanierung. Das Gebäude sollte den empfindlichen technischen Geräten Schutz bieten, ein gutes Raum- und Arbeitsklima aufweisen und optisch angemessen gestaltet werden.

Auftrag und Vorbereitung

Mit dem Vorhaben wurde der Architekt Günter Nagel beauftragt. Während der vorbereitenden Phase besuchte Herr Nagel eine von den Firmen Geissler Bad & Dach und Prefa ausgerichtete Architektenfachtagung und kam so mit Reiner Geissler ins Gespräch. Schnell wurde beschlossen, dass sich Herr Geissler mit seinem Unternehmen für den europaweit ausgeschriebenen Zuschlag bewerben soll. Herr Geißlers gut durchdachtes Angebot überzeugte die Jury und die Firma erhielt den Auftrag für die Realisierung der Sanierungsarbeiten am KIT, für welches der Handwerksbetrieb bereits in der Vergangenheit tätig war.

Zielsetzung bei der Sanierung

Ziel des von Herrn Geissler und Herrn Nagel erarbeiteten Sanierungskonzepts für das Dach und die Fassade des Gebäude 411 war es, durch eine hochwertige Dämmung die Betriebskosten zu senken, den sommerlichen Wärmeschutz sowie Schall- und Brandschutz zu verbessern, das Gebäude entsprechend der Nutzungssituation zu sanieren und das Raum- und Arbeitsklima aufzuwerten. Nicht zuletzt spielte auch die optische Gestaltung eine große Rolle, da sich das Gebäude in die moderne High-Tech-Landschaft des Karlsruher Campus einfügen sollte.

Herausforderungen während der Bauphase

Das Team rund um Reiner Geissler Stellte sich bei der Sanierung großen Herausforderungen: Zum einen mussten die Arbeiten an der Fassade im laufenden Forschungsbetrieb durchgeführt werden, zum anderen galt es, die Fassade möglichst flexibel zu gestalten, sodass sie jederzeit an veränderte Nutzungsbedingungen des Gebäudes angepasst werden kann. Deshalb arbeitete die Firma Geissler mit einem modularen Aufbau der Elemente, sodass die verarbeiteten Paneele bei Bedarf gegen Fenster ausgetauscht werden können und umgekehrt. Mit der präzisen Gliederung der Fassade erwirkte die Firma Geissler nicht nur technische, sondern auch optische Vorteile, von denen das Gebäude und seine Nutzer profitieren werden. Die aufgrund einer Verzögerung um einen Monat verkürzte Bauphase war eine weitere Herausforderung. Aufgrund der detaillierten Vorarbeit, der präzisen Absprachen mit dem Architekten Nagel und der guten Zusammenarbeit mit den Gewerken konnten Herr Geissler und sein Team die Arbeiten jedoch erfolgreich bis zum Abnahmetermin beenden.

Die Sanierung: technische Informationen

Für die Neudeckung des Dachs während der ersten Sanierungsphase verwendete Herr Geißlers Team Kunststoffbahnen und ergänzte die Dämmschicht. Die bestehende Sandwichfassade bildet die Innenwand, weshalb das Team eine neue Hülle um das gesamte Gebäude aufbaute. Für die statische Aufnahme der Fassade verwendete der Betrieb eine an ein Fachwerk angelehnte Stahlbau-Tragkonstruktion, in welchem haustechnische Leitungen untergebracht wurden. Das Fachwerk wurde vollständig ausgedämmt und mit einer zweiten Dämmstofflage überdämmt. Die aus der zweiteiligen Aluminiumkonstruktion bestehende Fassade verfügt über horizontale Befestigungsprofile, die mit vertikal angeordneten Prefa-Fassadensidings aus Aluminium in den Breiten 200 und 300 mm und den Farben Brillantmetallic, Anthrazit und Hellgrau bestückt wurden.

Hightechfassade für das KIT

Geissler Bad & Dach ist es gelungen, das Dach des Gebäude 411 nachhaltig zu sanieren und eine neue, qualitativ und ästhetisch überzeugende Fassade für das KIT zu realisieren, die sowohl den energetischen, bauphysikalischen als auch architektonischen Sanierungszielen mehr als gerecht wird. Das Gebäude 411 des KIT-Campus ist mit seiner modularen Alu-Fassade in Barcodeoptik und variablen Fensterflächen energetisch und optisch aufgewertet und entspricht den Nutzungsbedingungen des Forschungsinstituts. Fassadenarbeiten gehören mittlerweile zum festen Portfolio des Unternehmens Geissler Bad & Dach. Technisches Know-how, Baupraxis, regelmäßige Fortbildungen sowie die hochwertige Maschinenausrüstung und leistungsfähige Bauplanungssoftware der Firma garantieren eine erstklassige Fassade, die sich sehen lässt.

© Fotos: Rudolf Müller Mediengruppe